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Verwirrtes Herz sucht klaren Kopf für eine gemeinsame Zukunft
 

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Aufgewacht die Sonne lacht :-)

Ich wünsche allen einen herrlichen Sonntag!

Für mich gehts heute, nach einem ausgiebigen Frühstück in den Garten - Blümchen pflanzen. Am Donnerstag haben wir dafür schon das Beet angelegt.        

                                                     

 

Gestern habe ich mal wieder ein Bisschen gemalt, vielleicht gefällt es euch...

                                             

 

...ist noch nicht fertig .

Macht euch allen einen schönen Tag und für die, die nicht die nicht die Kraft haben für einen schönen Tag: Macht das Beste draus, auch wenn das nur bedeutet aufzustehen!

16.10.16 10:02, kommentieren

Was bisher geschah...

...und warum es nicht verhindert worden ist.

 

Nun, warum es nicht verhindert worden ist, ist eine Frage, die ich mir bis heute nur spärlich beantworten kann. Ich erinnere mich daran, dass mein Onkel mir vor ein paar Jahren sagte, dass er mal versucht habe mit meinen Eltern über ihre erhöhten Erwartungen,die sie an mich hatten, zu reden. Leider ohne Erfolg.

Es gibt zwar ein paar wenige Entschuldigungen meiner Eltern und psychologische Erklärungen warum diese sich mir gegenüber nicht anders verhalten konnten, aber dennoch weigert sich mein Herz und wohl auch das innere Kind in mir, diese nicht heilenden Aussagen zu akzeptieren.

Mit nicht heilend meine ich, dass es meistens hilft, wenn man die aufrichtige Entschuldigung eines Menschen hört und genau dies passiert in meinem Fall leider nicht. Zu oft werde ich täglich, vor allem durch körperliche Beschwerden daran erinnert, wie sehr ich damals unter meinem Elternhaus gelitten habe..

Man sollte meinen zwei abgeschlossene ambulante Therapien, zwei Krankenhausaufenthalte und eine medizinische Reha sollten reichen, um das Erlebte zu verarbeiten - zumindest denkt das die Krankenkasse und meine Familie.

Nun, leider interessiert es die Seele nicht, wieviel Geld die Krankenkasse in die Genesung stecken will und kann. Keiner kann erwarten, dass Dinge, die einen 26 Jahre lang kaputt gemacht haben, innerhalb 7 Jahren verarbeitet sind.

Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass es vor allem darauf ankommt, wie wichtig man sich selber ist und wie sehr man leben, lieben und lachen will. 

Dass Psychologen eben nicht besser wissen, was einem gut tut. Sie können einem helfen zu sich zu stehen, um wieder bei sich  selber anzukommen, aber sie können nicht für einen fühlen und daraus Entscheidungen treffen.Sie können auch nicht hellsehen, man muss ihnen schon sagen, was man fühlt und selbst wenn man das sagt, können sie es immer noch falsch interpretieren. Vielleicht weil eine falsche Diagnose, was sehr wahrscheinlich in meinem Fall geschehen ist, sie davon abhält in eine anderen Richtung zu blicken. Vielleicht aber auch nur, weil man, vor allem als Mensch der gelernt hat, nach außen zu anders zu wirken als er innerlich fühlt, man sich selber gerne einredet, dass etwas für einen nicht so schlimm ist. Manchmal ist es sogar so schlimm, dass man gar nichts spürt. Die Seele macht dicht und man ist dadurch selber der Meinung, dass es einem egal ist.

Diesen Unterschied zu kennen bedeutet harte Arbeit, es bedeutet ständige Reflexion, Ruhepause dann wenn andere arbeiten gehen und locker ihr Geld verdienen. Es bedeutet Verzicht, in dem man sätmliche Suchtmittel weglässt und damit meine ich in meinem Falle ‘‘nur“ Süßigkeiten, Nikotin, Kaffee. Diese Dinge, sowie der Aktionismus, sorgen dafür, dass man sich schön von den eigenen Gefühlen ablenkt und nicht zur Ruhe kommt. Wenn ich das so schreibe spüre ich, wie sehr es mich ankotzt, dies zu tun – immer wieder mehr zu essen und zu erledigen, als ich will. Aber irgendwann war genau dieses Verhalten mal gut um zu überleben.

Ein Kind, welches alles in sich reinfrisst in Form von Süßigkeiten, die so schön seinen Herzschmerz versüßen aber nicht heilen, ist still. Es macht keinen Ärger. Es denkt, wenn es sich ganz viel Mühe gibt und so ist, wie es die Eltern erwarten- strebsam, vorbildlich und moralisch einwandfrei – dann wird es irgendwann geliebt werden, dann nehmen die Eltern sich Zeit und sind für das Kind da.

Irgendwann wird das kleine Kind dann dicker, es wird gemobbt in der Schule und es schafft auch nie das, was es schaffen will. Es ist frustriert und entwickelt Versagensängste. Doch niemand bekommt es mit, denn es ist so still, wie es geliebt wird. Es wird krank, depressiv und wird genau dafür angeschrien. Es funktioniert nur  noch auf Sparflamme, doch der Druck in der Schule steigt und es will das Abi schaffen. Eine Odyssee an körperlichen Beschwerden setzt ein.

Starke Ängste mit kalten Schweißausbrüchen, Magenkrämpfe, Konzentrationsstörungen und der ständige Drang zu schlafen, sind nur einen kleiner Teil der Schwierikgkeiten, die es auf sich nimmt.                             Es nimmt stark ab und liegt zur Zeit des Abiturs im Krankenhaus, es kann nichts mehr essen und dennoch sind die Eltern der Meinung: ,,Das schaffst du jetzt auch noch."

Natürlich geht es bei dem Kind um mich und es ist nur ein kleiner Teil meines Lebens- und Leidensweges, aber ich glaube es reicht um die Entscheidung zu verstehen, bei meinen Eltern so schnell wie möglich auszuziehen.

Da eine nach der anderen, meiner mir wichtigen Beziehungen wegen meiner plötzlichen Gefühlsverluste und Verlustängste kaputt ging, blieb mir nur noch der Tod oder die Entscheidung eine Psychotherapie zu beginnen – wovor ich mehr Angst hatte als vor der ersten Variante, weil ich bei einer Therapie wieder in Interaktion mit einem Menschen treten musste und davor fürchtete ich mich zu der Zeit sehr. Ich hatte auch Angst verurteilt zu werden für die Gefühle, die ich hatte oder nicht hatte, denn das war ich ja gewohnt.

Meine Beschwerden machen mir bis heute noch das Leben schwer und manchmal frage ich mich, wieso ich mir das alles nur noch antue…Da fällt mir wieder mein Traum ein, ein Herzenswunsch, MEIN Herzenswunsch. Ich träume davon später einen Mann zu haben, den ich lieben kann und der mit mir eine Familie gründet. Ich wünsche mir eine liebevolle Familie, die Weihnachten an einem Tisch sitzt, alles ist schön geschmückt und es ist kuschelig warm. Dieses Bild berührt mich sehr und es gibt mir den Ansporn, meine Gefühle zu entdecken und mich selbst lieben zu lernen.

Denn erst muss man sich selbst lieben um andere lieben zu können. Und damit meine ich nicht, ausschließlich das Gefühl der Liebe, sondern mehr sich selbst gegenüber Verständnis zu zeigen, geduldig zu sein mit sich selbst, sich nicht ausnutzen zu lassen oder sich selbst auszubeuten nur um Etwas zu bekommen, was einem die eigenen Elternnicht geben konnten. Selbstliebe ist vor allem zu sich selbst ehrlich zu sein. Es ist, es sich selbst wert zu sein, für sich und sein Leben Verantwortung zu übernehmen.

Und diese Selbstliebe, die muss man lernen und umso weniger Liebe, Verständnis und Geborgenheit man erfahren durfte, umso anstrengender wird die Reise zu sich selbst. Genau über diese Reise werde ich euch in meinem Blog berichten -  was ich dafür tue, was mir hilft oder weniger hilft, was mich ablenkt und zu mir bringt, was mir Mut macht und mich verzweifeln lässt.

 

14.10.16 22:52, kommentieren